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Gedämpfter Lichtschein, das funkelnde Element im Umhang der Nacht. Die Schwebe lockt. Rückkehr, geschwängert vom Klang des einmaligen Zuschnappens des Schlosses. Versinkend ankergleich zwischen Zeitströmen. Die Parallele von Allem und Nichts synchronisiert den Gleichlauf von Aussen und Innen. Die Symbiose segelt schweifgetränkt und liebesgetrieben durch dunkle Materie. Ausserhalb der Zeit in das Gasgemisch der Sterne geschrieben, duften bunte Energien blumengleich; einladend zum tankenden Trunk. Die Vernier spricht: "Diese poetischen Zeilen […]
von Vivienne Vernier
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Anfangs meiner zwanziger Jahre wurde das Korsett von Ausbildung, Erwartung und Konvention eng geschnürt. Die junge De Bauvoir Simone aber, schürte meinen Lernappetit. Nin Anaïs' Tagebücher trug ich ebenso in meiner Handtasche, wie ich mir mein Potential als glitzerndes Saphircollier um den Hals legte. In einer kleinen, aber sehr renommierten Privatbank war ich die Ballkönigin. Oder ein wertvoll versichertes Gemälde. Der Rahmen des Bildnis' sollte mich zur kultivierten Banquiersfrau entfalten. Das kleine Portrait von Von Rebay Hilla auf meinem […]
von Vivienne Vernier
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Im Februar 2012 legte der Residenz Verlag eine Fortsetzung der Biografie-Reihe von Michaela Karl über rebellische Figuren auf. Mit "Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals" erzählt sie das Leben von Zelda und F. Scott Fitzgerald nach. Scott und Zelda Fitzgerald verkörpern und symbolisieren in ihren Ausschweifungen die goldenen Zwanziger - mit all ihren Höhe- und Tiefpunkten. Der Beginn jener wild berüchtigten Ära fällt ebenso mit ihrer Heirat 1920 zusammen. Eine Symbiose, die sich der Dekadenz völlig hingibt und dies auch literarisch selbst […]
von Vivienne Vernier
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veröffentlicht in: Notizen


'Sich wie zu Hause fühlen' Eine Floskel, die jedem Gastgeber wie Sirup über die Lippen läuft. Die Gelatine des volkstümlichen Märpuddings. Das endgültige Zuschnappen der Schlafzimmertüre zur Kindheit. Das Perron des Zuges mit Speisewagen; der möglichst ohne Verspätung und mit der Schutz gewährenden 'Zugbe- gleitung' eintrifft. Die Vernier spricht: "Eine Pusteblume, eine Prise Pi, Peer Gynt - und alles ist gut".
von Vivienne Vernier
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bat mich die Praxisgehilfin des Augenarztes, den ich wegen einer Augenentzündung aufsuchte. Als ich eintrat, saßen dort bereits ein etwa dreizehnjähriges Mädchen - die nächste Patientin - mit ihren Eltern wartend. Die Mutter wirkte verbal auf ihre Tochter ein; ich setzte mich entfernt von ihnen nieder. Durch mein eingeschränktes Sehvermögen konzentrierte ich mich auf meine anderen Sinne, wobei ich mich in meine Gedankenwelt vertiefen konnte. Ich schwelgte zwischen Selbstmitleid und der Erfahrung eines Perspektivenwechsels; eines Sinneswandels […]
von Vivienne Vernier
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veröffentlicht in: Buch


"Wenn du aufwärts gehst und dich hochaufatmend umsiehst, was du doch für ein Kerl bist, der solche Höhen erklimmen kann, du, ganz allein - : dann entdeckst du immer Spuren im Schnee. Es ist schon einer vor dir dagewesen. Glaube an Gott. Verzweifle an ihm. Verwirf alle Philosophie. Lass dir vom Arzt einen Magenkrebs ansagen und wisse: es sind nur noch vier Jahre, und dann ist es aus. Glaub an eine Frau. Verzweifle an ihr. Führe ein Leben mit zwei Frauen. Stürze dich in die Welt. Zieh dich von ihr zurück ...Und alle diese Lebensgefühle hat schon […]
von Vivienne Vernier rezitiert
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TicTac und der Zeiger fällt in die volle Stunde. Bei manchen Uhren schallt das volltönende DingDong nach, bei manchen bieten Vögel zwitschernd ihre Huldigung dar und manche schrillen bei der Vollendung einer Stunde auf. Vierundzwanzig Mal, bzw. 24x pro Tag wird das Zeitliche abgesegnet; die Unruh konvertiert Zeit zu Rhythmus. So wie Waßer steinernen Grund umschmeichelt, so gräbt sich das dogmatische Zusammenspiel der Sekunden, Minuten und Stunden in den Pulsschlag des Lebens. In der Welt des Königs Chronos ruht es sich in den Alltag hinein aus, […]
von Vivienne Vernier
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Die Vernier spricht...

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!


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