Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
29. November 2008 6 29 /11 /November /2008 00:41

Unsere Fauna ist ebenso vielfältig, wie es auch der Homo Sapiens zu sein scheint. Und ebenso hat ein jeder seine Wahrnehmung. Ich habe bei mir beobachtet, dass wenn ich einen fremden Menschen kennen lerne oder noch besser; einen fremden Menschen in einem öffentlichen Raum - wie zum Beispiel in einer Kneipe - sprechen höre, wird derjenige, falls irgend etwas Gescheites an ihm dran ist, was mich interessiert, mit meinem, mir ureigenen, unbewussten Scan-Check kategorisch in meinem Bewusstsein „schubladisiert“ – wie die Schweizerin sagen würde.

So treffe ich nicht nur meine Bekannten, sondern fasziniert  bemerke ich ebenfalls, dass sich diese Verwandten und Bekannten auch als Tiere entpuppen. Mein Onkel erinnerte mich schon in der Kindheit an einen Biber, der abzockende Barkeeper an eine Zecke, meine Freundin an einen Dackel - sie selbst führt aber einen aus - in meinem Herzbuben würde ich das erste und letzte Einhorn sehen wollen!

 Halt! Denn als ich letzthin jemandem erzählte, dass ich zeitweilen Menschen als Tiere sehe, meinte dieser, dass mir das völlig unbekannte Phänomen, ja bereits von der Hollywood-Nicole im "goldenen Kompass" zur Sprache gebracht wurde.

Frechheit!!! Erstens kann ich diesen modernen Filmen mit ihren perfekten Schauspielern nichts abgewinnen - hohle Unterhaltung ist das - und zweitens muss ich mich nun wirklich nicht in ein mit fremden Federn geschmücktes Korsett zwängen, mein eigenes Mieder passt schliesslich sehr gut zu mir! „Na und“, sagte ich zu meinem Verunglimpfer, „die Esoteriker, die Manager, die Zünfte haben sich schliesslich auch selbst erfunden und gefunden, warum können wir Halbmensch-Halbtier-Seher uns nicht auch finden, wir könnten dann auch Pegasus, Pan, Meerjungfrauen, ja Wassermänner und Silen als unsere Vereinsmitglieder definieren.


Ich habe einen bunten Zoo als Freunde - vom Geier über den Onkel, vom Dackel über die Zecke bis hin zum Barkeeper und der Zicke - und manchmal vertragen sich sogar jagende Mischwesen. Manchmal auch halt eben nicht – aber wer kann Harmonie schon konstant auf dem "high-level" ertragen?


Die Vernier mag den Winterschlaf und Milch, liebt viel Laub auf dem Boden, krugelt sich gerne zusammen, wird in der Nacht aktiv und verfügt - von der Natur gegeben - über sich schützende Stacheln.... na, erraten? Wenn nicht, sind Sie ganz bestimmt keine Ratte! Und wenn Sie jetzt an das chinesische Horoskop denken, gehören Sie ganz bestimmt dem Bund der Emotionsmystiker an.


In diesem Sinne, lesen Sie wieder einmal etwas über die griechische Mythologie und vergewissern Sie sich, dass Sie keinen Hafer essen. Demnach sollten Sie besser Haber geben und der Vernier zuhören, wenn sie spricht!

Diesen Post teilen

Repost 0
Published by Vivienne Vernier - in Artikel
Kommentiere diesen Post

Kommentare

Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

portraitaugeblog3.jpg
Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

      vernier_micro.png

 feed-Kopie-1.png  twitter-Kopie-1.png  facebook-Kopie-1.png

Besucherzaehler