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22. April 2009 3 22 /04 /April /2009 06:15

Wir alle sind durch unsere Erziehung zu Werten gekommen. Von Generation zu Generation haben die sich aber minimiert, während der Wohlstand, das Wachstum und das Bruttoinlandprodukt sich rasant maximiert haben. Die Achterbahn fuhr seit dem Wiederaufbau des zerbombten Westens (mit einigen wenigen Ausnahmen) nur noch nach oben, vergass bei diesem Aufstieg aber nicht unseren Glauben an den unerschütterlichen Kapitalismus mitzunehmen - schliesslich sind wir ja von den kommunistischen und abschreckenden Beispielen UDSSR und DDR gewarnt worden. Die Angst im kalten Krieg übertrugen die Eltern zwar nicht direkt auf ihre Kinder, im Gegenteil, sie konvertierten die Angst in Träume, die ihre Kinder ihnen erfüllen mussten ...(vom Tellerwäscher zum Superstar - American Way of Life).

Angesichts der Finanzkrise, in der wir ja augenblicklich stecken, fuhr unsere Achterbahn nun den ersten Looping. Der Schreck sitzt nun immer noch in der Magengegend, nach unten zu blicken vermag noch niemand, aber man sagt sich: das Erste ist einmal überstanden und wir leben noch. Auch hört man aus den Sesseln der Achterbahn Gezeter und Mordio-Rufe von Mitabenteuern, weil die Betreiber so verantwortungslos mit ihren Gästen umspringen. Dass dies so kommen musste, wussten die Konstrukteure dieser immens grossen Vergnügungsbahn natürlich im voraus. Deshalb beschwichtigt man die zahlenden Gäste mit einer wunderbaren Aussicht und einem langsamen Fahrt-Abschnitt, bei der man sie kurz geniessen kann.

Hier möchte ich anfügen, dass aufnahmefähige Völker, die in der Wirtschaft sehr aufstrebend sind - nach den grossen Vorbildern DAX, SMI oder DJI - sich nun ein Anschauungsbeispiel nehmen sollten und ihren Zöglingen anstelle von 'Geh hinaus und fliege hoch!' lieber wieder 'Schuster, bleib bei deinen Leisten!' lernen sollten. Damit meine ich nicht, dass sogenannte 'Zweitweltstaaten' (was für ein hässliches Wort!) so wie auch 'Drittweltländer' (ebenso gruseliges Wort!) in ihrem Elend suhlen müssen! Mit 'Schuster, bleib bei deinen Leisten' wünsche ich ihnen, auf dass sie lernen und erfinden!

Seien wir doch ehrlich: Der Kommunismus hat nicht funktioniert, der Kapitalismus ist eine kurzfristige Lösung, bei der die liegende Acht garantiert wieder aufrecht stehen wird, nämlich spätestens dann, wenn die fossilen Brennstoffe versiegt sind und der Regenwald dem ewigen Antarktismeer gewichen ist. Patriachat und Matriachat hatten wir auch schon...


...die Emanzipation ist - zumindest wie sie heute definiert ist - eine Karrikatur vom Grundgedanken der Bewegung für die Frau. Ich bin den Vorreiterinnen dankbar, äusserst dankbar für ihre Siege, die sie für uns errungen haben - aber wenn Frauen sich bei naturgegebenen Männerarbeiten mit Männern messen müssen, anstatt sich auf ihre Stärken zu besinnen, wird das Ganze nur noch absurd!


Die Monarchie in ihrer reinen Form hatte die Hoch-Zeit beim Sonnenkönig, diente als Knigge-Vorbildfunktion bei Elisabeth II. und endete mit dem Prinz-Charles-Syndrom im Desaster! Wenn der Vorgesetzte zum Fossil wird, ist es dem Nachfolger unmöglich, nach zu folgen. Also ist auch die englische Monarchie keine wirklich wirtschaftliche und im Sinne des Gespanns Charles-Carmilla-Dodi-Diana auch keine moralische Lösung. Was das Königshaus ihren Schösslingen für Werte mitlieferte, sieht man an den Kindern von Charles, die mal als Nazi "verkleidet" und mal als Rassist auftreten. Jedenfalls: Wenn mein Mann sich den englischen Kronprinzen als Kniggevorbild für Werte nehmen würde und in der Krise ein Buch namens 'Harmony' veröffentlichte, würde die Vernier dann auch so schreien und kreischen, wie die in der Achterbahn, die nicht wussten was auf sie zukommen wird, als sie sich ein Ticket kauften und in das Höllengefährt einstiegen

!!!!!!!!!!!!!!!

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Published by Vivienne Vernier - in Artikel
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Kommentare

susa19 04/24/2009 16:22

ich mach hier gleich den looping! ,-)

Luna82 04/22/2009 18:48

Du hast vollkommen recht. Mehr gibts dazu nicht zu sagen, ausser: Weiter so!

Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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