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20. September 2009 7 20 /09 /September /2009 18:15

Der letzte Artikel ‚Wecker läuten noch lange keine Wende ein’ war ein Anschauungsbeispiel, wäre ein Experiment mittels der Krise eine neue Gesellschaftsform einzuläuten – die Weichen wären gestellt.

Signalisiert z.B. durch den Klimawandel. Wir können heutzutage durch die Kombination der Historik und der meteorologischen Zeitgeschichte beweisen, dass bei bedeutenden historischen Ereignissen das Wetter auch eine entscheidende Unterstützung bot, das kommende Geschehen zu beeinflussen.

So geschah ein massiver Klimawandel bei den Inkas – es wurde zunehmender trocken und die grünen Grasflächen dörrten aus, die Nahrungsquellen versiegten, die Inkas verschwanden.

Bei einer entscheidenden Schlacht der Römer, die über den Beginn und die Ausbreitung des römischen Reiches entschied, hätten die Römer niemals gewonnen, hätte das Klima den Regen und die Feuchte gebracht, die in dieser Region massgebend waren. Doch sie fanden keinen Schlamm auf dem Schlachtfeld vor, weil es in dieser Region plötzlich trocken war. Mit ihren Sandalen gewannen sie diese entscheidende Schlacht, den Rest kennen wir.

Das europäische Staatengebilde wäre heute anders, wäre das Klima bei Napoleons und bei Hitlers Russlandfeldzügen einer Änderung unterworfen gewesen – zum grossen Glück aller blieb damals der russische Winter das, was er war – und blieb nicht aus!

Vielleicht durch Planetenkonstellationen, vielleicht durch eine unbekannte, innere Uhr im Menschen, ist die Bevölkerung epochenweise im Geiste entweder für Wissenschaften oder für die Philosophie geöffnet - oder eben verschlossen. Die Masse schenkt dann unbewusst entweder den Wissenschaften, der Politik – kurz der ausführenden Beweiskraft ihre dominierende Aufmerksamkeit, oder der hinterfragenden Philosophie und der daraus entstehenden Ethik und Sozialwissenschaft.

Bei den alten Griechen begann die Bevölkerung sich über sich selbst Fragen zu stellen, um sich überhaupt definieren zu können. Das Zentrum war Athen. Durch diese Fragestellerei wurden sie sich über ihre Rechte und Pflichten als Bürger bewusst. Athen begann, entgegengesetzt zur restlichen Welt, anarchistisch eine Demokratie zu leben. Der Erfolg war bald in allen griechischen Städten durchschlagend – Griechenland wurde zur Demokratie. Danach verschwand die griechische Philosophie, das Hinterfragen wieder, und das römische Reich hatte, ungebunden an Griechenland, seine Geburtsstunde. Später machten sich römische Redner, z.B. Cicero, das vergessene griechische Prinzip der Philosophie wieder zu Eigen und führten die Gedankengänge weiter aus – das Ergebnis daraus kennen wir als Logik, Politik, Rechtswissenschaft.

Aus Ciceros Schlussfolgerungen entstand in der nächsten Epoche die Naturwissenschaft. Man schenkte der griechischen Philosophie keinen Glauben mehr, nur noch den beweisenden Wissenschaften.

So tendiert die Geschichte und der Masse Geist entweder zu der Philosophie oder zu den Wissenschaften.

Definitiv jedoch steht fest, dass wir Menschen das Wechselspiel zwischen diesen beiden Pfeilern existentiell, aber abwechselnd brauchen.

Man schenkt der Wissenschaft, der Beweiskraft überzeugten Glauben. Daraus entsteht materieller Wohlstand. Dieser darf sehr wohl wachsen – aber nicht ins Unermessliche – dem muss Einhalt geboten werden. Einhalt durch Besinnung!

Mit der Philosophie können wir eine entscheidende Standortbestimmung durchführen. Wir können den materiellen Wohlstand und dessen Prognosen mit dem Aspekt der Ethik, der Sozialwissenschaft und der Philosophie betrachten – und so eine wichtige Korrektur des bisherigen Verlaufes ausführen!

Die Vernier spricht: Es ist genug Glaube den ausschliesslichen Naturbeweiswissenschaften ausgesprochen worden! Es ist an der Zeit, dass wir die philosophische Epoche einläuten! Das bald historische Klima zwingt uns dazu!

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Published by Vivienne Vernier - in Artikel
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Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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