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7. Oktober 2009 3 07 /10 /Oktober /2009 18:29

Das Wetter spielt eine so wichtige Rolle im Leben eines Menschen. Ich gehe gar soweit, dass ich denke, das Wetter prägt die Mentalität der Menschen, die ihm durch die geographische Lage ihres Lebensraumes, tagtäglich ausgesetzt sind. Es sind markante Unterschiede in der Gesinnung eines Süd- oder eines Nordländers vorhanden. Die Umgangsformen untereinander können rau und grob sein, wie das Wetter in der Gascogne, oder unbekümmert und fröhlich wie an der Cote d’Azur.

Dauert die Fahrt im Fahrstuhl länger, das Schweigen in der Kabine steigert die Anspannung eines Jeden, so kann mit einer Bemerkung über das Wetter die Situation sofort entspannt werden.

Fühlt man ein leichtes Unwohlsein, so wird von allen Seiten sofort geraten, die frische Luft wirke Wunder und man solle doch gleich ein bisschen die Beine an der selben vertreten gehen.

Auch der Wechsel der Tageszeiten wirkt sich auf unsere Stimmungen aus. Wir haben alle unter den verschiedenen Tageszeiten Favoriten, blühen bei denen auf, und werden grantig und müde wenn eine Tageszeit an der Tagesordnung steht, die uns nicht passt.

Die Meteorologie ist ein bestimmendes und beeinflussendes Instrument des Lebens überhaupt. Sie durchdringt nicht nur die äusseren Umstände, sondern jede Pflanze, jedes Tier, jedes Volk und jeden Menschen. Aber die Wetterkunde wende ich auch auf Stimmungen, Launen, Neigungen, Lüste, Fruste, Lebensläufe, Gedanken und Inspirationen an. Die Wetterkarte kann sehr gut auf unserer Psyche navigieren.

Die Blogkategorien sind folglich nichts anderes als ein Navigationsgerät auf der Seite „die Vernier spricht!“

Die Artikel auf meiner Seite veröffentliche ich chaotisch, unsystematisch und zufällig. Sie entstehen aus meinen Gemütsstimmungen heraus. Wenn ich den jeweiligen Artikel schreibe, bin ich unter dem Einfluss einer dieser vielen Wetterstimmungen.

Ich schreibe kaum einen Artikel aus einer Tagesaktualität heraus, sondern versuche Symptome zu erkennen, um dessen Ursachen ergründen zu können. Ich glaube, dass Tagesaktualitäten zu sehr einvernehmen, sich zu sehr beschränken. Dass durch ihre Überhäufung unser Denken zwanghaft gefesselt wird – und uns so nicht in die Tiefe eindringen lässt.

Über meine Artikel würde ich sagen, dass sie beschränkt an die Zeitaktualität gebunden sind – meine Gedanken möchte ich ausbrechen, davon fliegen sehen. Und dabei hege ich die Hoffnung, dass meine Versuche auch andere anstecken und mitreissen – deshalb schreibe ich sie hier auf.

Im Prozess des Schreibens darf ich eine Selbstsicherheit, wie aber auch eine grosse Unsicherheit mein Eigen nennen. Durch dieses gegebene Paradoxon bin ich naturgegeben immer wieder eine Theorie am verwerfen, oder durchdenken. Ich bin der These verfallen, dass am Ende nicht das Resultat, sondern der Weg zum Ergebnis zählt. Diesen Weg immer wieder neu begehen zu können, neue Windungen auszuprobieren, birgt einen spielerischen Effekt in sich, der mir sehr gefällt.

Wenn Sie also auf der Seite „die Vernier spricht!“ verweilen, können Sie sich an den Kategorien orientieren – so versuche ich zumindest eine Ordnung einzuhalten.

 

Warum ich diese Kategorien so getauft habe wie Sie heissen, werde ich Ihnen im nächsten Blog ausführlich beschreiben – drum hören Sie zu, wenn die Vernier spricht!

PS: Das war der Beginn - Lesen Sie die beiden Fortsetzungen:

Meteorologie der Vernier

Wenn es draussen stürmt

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Published by Vivienne Vernier - in Artikel
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Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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