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11. Oktober 2009 7 11 /10 /Oktober /2009 13:13

Manchmal, aber nur manchmal, wenn mich die Realität zu ersticken droht, sei es wegen den zahllosen Reizüberflutungen, sei es weil mir der Boden der Tatsachen zu hart und unbequem wird, möchte ich entfliehen – und tue es auch.

Mein Zufluchtsort liegt in den Büchern. Wenn es meine Sinne nach Rausch dürstet, streife ich wie ein Wolf durch die Buchantiquariate der Stadt und greife instinktiv nach einem Buch, das fast ungesehen gekauft wird.

Ich schliesse mich mit meinem Fang in meiner Wohnung ein und beginne zu lesen. Meist bin ich bereits bei der ersten Seite so tief eingetaucht, dass die absurd reale Welt an Farbe und Gewicht verliert, nach der zweiten Seite hat sich der Sog des Buches durchgesetzt und die Realität eingesogen. Meine Realität spielt sich dann  nur noch in dieser Geschichte ab, hat sich durch das Lesen von einem Ort zum anderen verschoben.

So ist es auch natürlich, dass meine Finger von mir unbemerkt die Seiten kehren, dass die Stimmen der Gespräche in der Geschichte in meinem inneren Ohr widerhallen. Und ich die im Buch beschriebenen Gegenden, Wohnungen, Handlungsorte förmlich rieche, schmecke und sehe.

Dieses Lesen versetzt mich in eine Art Trance.

Natürlich ist klar, dass man ein Buch nicht nur so verschlingen kann, sondern auch sehr bewusst – mit Pausen, um ein besonders schönen Satz nochmals bedächtig auszusprechen. Oder man liest, um sein Wissen zu bereichern, Informationen zu sammeln, die Neugier zu stillen oder aus purem Anstand, weil dies sein muss, wie z.B. geschäftliche Mitteilungen.

In Vernier’s Allerlei finden Sie unter der Rubrik ‚Bücher’ einige Empfehlungen, die ich ruhigen Gewissens veröffentlichen kann – und Ihnen ans Herz lege. Jedes einzelne von ihnen hat mich auf seine bestimmte Art und Weise geprägt. Ich wähle die Tip’s sorgfältig aus, bevor ich mir die Mühe mache eine kurze Rezension, im Stil der Vernier eben, darüber zu schreiben.

Eine andere Möglichkeit zur Entspannung ist das Filmgenre. Auch hier habe ich Vorschläge gelistet, von denen ich glaube, dass sie ein abendfüllendes, abwechslungsreiches und einnehmendes Unterhaltungsprogramm bieten.

Um das Verniersche Verwöhnungsprogramm abzurunden, sind auch einige Rezepte aufgelistet, bei denen garantiert auch etwas genussreiches, oder hilfreiches auf den Tisch kommt.

Die Liste ‚Vernier’s Allerlei’ wird stetig, aber unregelmässig von mir ergänzt. Deshalb lohnt es sich, ab und an auch dort vorbei zu schauen, vielleicht erzielen Sie jetzt schon einen Treffer, der Ihnen gefällt – und vielleicht müssen Sie noch ein Weilchen abwarten.

Doch lautet eine Redewendung: „Gut Ding will Weile haben.“ Seien Sie nachsichtig mit mir, irgendwann wird die Plaudertasche aufgeräumt sein. Drum hören Sie auch nächstes Mal wieder zu, wenn es heisst: Die Vernier spricht!

 

 

PS: Lesen Sie auch: Meteorlogie der Vernier

PPS: Und auch: Das Wetter und die Vernier machen was sie wollen

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Published by Vivienne Vernier - in Artikel
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Kommentare

WORTlieb mARTin 10/13/2009 19:53


Du wirst immer besser, liebe Vivienne. Schön, dass es solche Blogs gibt! Nur nicht aufgeben, immer schön brav weitermachen!!! Das Foto in diesem Artikel ist ja aber auch der Hammer!Qualität kommt
schliesslich auch vor Quantität! Und die Welt braucht Deinen qualitäts-Blog mit deinen Qualitätsge-Danken.


Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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