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30. Juli 2011 6 30 /07 /Juli /2011 02:43

 

baccarahalla.jpg

 

Passend zum neuen Kleid meiner Artikel, möchte ich Sie, verehrte Leserinnen und verehrte Leser, zu einem leicht verstaubten, man könnte fast schon sagen antiquierten Spieltisch führen, welcher aber nichts desto trotz, eine immerwährende Herausforderung für jeden echten Spieler darstellt.

 

Die Bedingungen zum Einstieg sind von gänzlicher Einfachheit; je drei Pakete hellrosa, sowie hellbraune Karten à 52 Stück ergeben 312 Spielkarten.  Die Asskarte ist einen (1) Punkt wert, Zahlenkarten entsprechen dem Wert ihrer Ziffer (2-9). Die Bilderkarten haben einen Wert von zehn (10) Punkten.

Das Ziel des Spiels: Mit zwei oder drei Karten genau neun (9) Punkte erzielen zu können. Übersteigt die Summe der Karten die Neun (9), wird in der Zählung nur die Einerstelle beachtet. 10 ergibt also Null (0) und Null ist Baccara!

 

Die Skala der Punktevergabe bei Baccara ist anders als bei den meisten Spielen angesetzt. Und ähnlich dem Roulettespiel wird auch der Faktor Null miteinbezogen. Diese Null setzt jedoch immer eine Eins voraus.

Die Vielzahl der Karten ermöglicht es einem geschickten Spieler, mehrere Taktiken in seiner Strategie zu verfolgen und ohne Unbehagen auch mal ganz entspannt eine Null-Runde einlegen zu können.

 

Bei jeder Partie Baccara manifestiert sich auch die Possibilität in den unbegrenzten Möglichkeiten einer Null. Null als Wert, der nicht gestohlen, aber losgelassen werden kann. Null als Autorität der eigenen Person. Null als Asyl vor tangierenden Einflüssen. Null als Handschlag zwischen Ehrlichkeit und Wahrheit. Null zur Lebensbejahung, da die Voraussetzung immer eine Eins ist (10), um einen wertfreien Neubeginn zu gewährleisten. Null als Aufforderung zu einer neuen Runde.

 

Ich beliebe Baccara manchmal gern klassisch mit einem sehr trockenen Champagner zu spielen, übe mich in der Defensive mit einem charakteristischen Carmenière, ziehe natürlich auch offensiv mit einem kühlen Pisco sour mit in die Partie. Kühne Spieler pflegen nebenbei Konversation. Ein Gespräch nebenbei über die ganzen Runden zu erhalten, gehört zu den Künsten, die es gilt zu beherrschen - und kann das Blatt in der Hand verdichten.

 

Auf dramatische Nebengeräusche, wie das unheilvolle Ticken einer Standuhr, wird verzichtet. Bevorzugt werden der aufsteigende Nebel auslöschender Spitzkerzen, das darauffolgende dienstbefliessende Ersetzen durch Neue – man erinnere sich wieder an Baccara - die 10 – und der Spieltisch erstrahlt in neuem Lichte.

 

Und die Vernier spricht:

„Baccara spiele ich oft ohne Karten, aber begleitet mit einer koketten Herausforderung an die Geduld meiner Mitspieler. Wer sich von mir gefordert, bezirzt oder sogar verstanden fühlt, ist herzlich zur Partie von 'die Vernier spricht' eingeladen. Ich freue mich über jeden interessanten Rivalen, Verbündeten, Schiedsrichter, Kerzenmeister, Mascotte, Zuschauer, Protegé, Glücksritter, ja, sogar Roués sind willkommen. Die Karten sind neu gemischt; auf zur nächsten Partie...“

 


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Published by Vivienne Vernier - in Artikel
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Kommentare

Lisabarone 08/04/2011 12:10


Ich freu mich ja so! Baccraliebend, vernierlesend und lebensgenießend...


Vivienne Vernier 08/07/2011 15:21



Liebe Lisabarone, ich freue mich auch sehr über deinen Kommentar und begrüsse dich mit einem herzlichen Willkommensgruss.



WORTlieb 07/30/2011 21:26


Willkommen zurück, teure Vivienne! Es ist eine wahre Erleichterung nach so langer Abstinenz wieder an Ihren Tisch treten zu können. - Und zu dürfen! Ich fordere Sie heraus, meine Liebe...
Hochachtungsvoll, _


Vivienne Vernier 07/31/2011 19:34



Verehrter Wortlieb, ich danke für diesen Willkommensgruss und freue mich noch mehr über deine Zusage bei meiner BaccaraRunde - und die Karten werden gegeben...



Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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