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23. Dezember 2011 5 23 /12 /Dezember /2011 15:15

Jeder Gärtner lehnt sich zu diesen Tagen entspannt in seinen Sessel zurück – die Arbeit ist für dieses Jahr getan. Die Knollen sind, wie wertvolle Schätze, tief in der Erde vergraben, Sträucher und Pflanzen sind auf ihren Energiesparmodus zurückgeschnitten und wohlwollend spreizt sich ein Tanngeäste über die Erde, behütet ihre Wärme. Auch die Gaben des ruhenden Gartens sind verpackt; in hölzernen Kisten verstaut, in gefüllten Gläsern eingemacht und in Jutesäcken warten sie auf den Verzehr, lagernd auf des Kellers kieselnden Grund.

Doch weiss ein Jeder, der den Garten gerne besucht und seine Hände in Erde wäscht, dass er den Knauf zur versteckten Gartenpforte, zum Beet der Phantasie finden darf. Jedoch nur die Freiheit des Geistes bestimmt es nämlich, wie der Gärtner sein Beet gestalten, anbauen und bepflanzen kann, um es schliesslich spriessend zu sehen. 

 
Gewitzte Gärtner sind Kinder. Sie sammeln unermüdlich den Dünger für ihr Beet der Phantasie aus den ihnen zur Verfügung stehenden Quellen. Mit ihrer Neugierde und Spielfreude basteln sie ihn zusammen, experimentieren und werden instinktiv zu Naturwissenschaftlern.


Ich liege oft in Blumenwiesen

neben dem Beet meiner Phantasie

- Je suis!


Manchmal tanzen Wolken ein nur für mich inszeniertes Ballett. Manchmal malen Wolken ein nur für mein Auge sichtbares Gemälde. Dann spielen sie auch mal einen Einakter mit diversen Gestalten aus meiner Vergangenheit, schwelgen in den Gelagen meines Dionysos. Oder Wolken erzählen mir eine Legende aus längst vergangenen Tagen.

Die Vernier spricht:

 

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Published by Vivienne Vernier - in Musik
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Kommentare

Schoschana Fink 12/28/2011 17:53


Ein wunderbarer Artikel und ein genau dazu passendes Lied. Ihr seid mir noch zwei kleine Genies, Vivienne und Django...

Vivienne Vernier 01/26/2012 16:19



Gerührt sag ich nur: Hab Dank!



mARTin 12/23/2011 19:15


Ich fühl' den Beat Deines Beets! Und der Rhythmus ist dem meinem Gartens der Lüste doch sehr verwandt. Gratuliere zum Artikel, freut es umso mehr, dass die Blogwelt Dich wieder hat, liebe
Blogkollegin!

Vivienne Vernier 01/26/2012 16:21



Merci für Deinen Willkommensgruss - er motiviert mich sehr, um zu schreiben, um in der Schublade zu stöbern und um zu hören. Ich besuch dich regelmässig und in Grün . Bis bald und Liebgruss.



Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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