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9. November 2009 1 09 /11 /November /2009 20:02

Aus der Reihe

[Die Frauen]

Jeder Mensch weiss, wie schmerzhaft Enttäuschungen des Lebens sind. Aber nicht jeder weiss, wie schwer die Leere wiegt, wenn einem ein tragendes Element des Lebensinhaltes geraubt wird. Und noch weniger wissen, wie man sich von einer solchen Schicksalsprüfung wieder erholt und wie sich die innere Leere wieder mit Lebensfreude füllen lässt. Für das reichhaltige emotionsgefüllte Frauengleichgewicht fühlt sich ein solcher Schicksalsschlag an wie auf Messers Schneide zwischen Gunst und Missfallen den Mitmenschen  und des Lebens gegenüber.


Einige Frauen schaffen es und werden stärker – zum Glück.


Aber für Frauen, die sich von einem elementaren Verlust nicht erholen können, breitet sich die Hölle auf Erden aus – und um diese dann ihrem Umfeld weiterzugeben, sie dann nur noch bemüht sind. Natürlich nicht so direkt wie Männer es tun würden, dafür aber umso tiefer und perfider. Und manchmal auch so subtil, dass es ihnen selbst nicht bewusst ist.

Diesen Frauen wurde grösstenteils eine tiefe, emotionale Verletzung in der Beziehung zu einem Mann zugefügt und deshalb sind die nachfolgenden Männer im Leben dieser Frau dazu bestimmt, eigentlich unschuldig, von ihr gestraft zu werden. Jeder Mann soll nun genauso verletzt werden, wie sie selbst einmal von einem Mann verletzt wurde.


Ihr männliches Opfer wird zuerst auf die charmanteste und beeindruckendste Art bezirzt und betört, bis es in ihren Fängen ist. Ist die Frau sich dann sicher, dass sie ihn mit Leib und Seele in ihrer Gewalt hat, schlägt sie zu und lässt ihn seelisch leiden. Eine beeindruckende literarische Version von diesem Verhaltensmuster ist Wolf Wondratschek’s "Carmen oder ich bin das Arschloch der 80er Jahre".


Ist die von mir beschriebene Frau zum Leidwesen aller auch noch alleinerziehende Mutter, wird sie ihre Weltanschauung in der Erziehung ihrer Kinder weitergeben. Der Stachel ihrer Verletzung macht sie blind für ihre Verantwortung der nächsten Gesellschaft gegenüber. Die Konsequenzen davon werden sich in ungefähr 20 Jahren gegen uns richten. Die Söhne, die dann zu Männern geworden sind, werden mit ihrem Ödipuskomplex und ohne einmal ein gleichgeschlechtliches Vorbild vor Augen gehabt zu haben, die Last der Verantwortung tragen müssen und logischerweise überfordert sein. Die Töchter, werden zu Frauen heranwachsen, welche das Geschlecht Mann als Feind und nicht als Mensch betrachtet. Frauen, die aus ihrer Erziehung wissen, dass sie stark sein müssen. Nur leider werden sie eine falsche Definition der Stärke haben. Im schlimmsten Fall werden diese Frauen mit den Männern dasselbe machen, was die Männer noch vor hundert Jahren mit uns Frauen gemacht haben: Unterdrückung. Die Voraussetzungen mit ‚starken’ Frauen und ‚schwachen’ Männern ebnet den Weg für das Matriachat.


Oder wird die weibliche Sprossenerklimmung der Karriereleiter durch einen Mann verhindert, wird er Ziel der weiblichen subtilen Vernichtungsstrategie. Vielleicht nicht sofort, aber Spinnen haben Zeit und Geduld...


Wenn sich aber die weibliche Enttäuschung gegen dasselbe Geschlecht richtet, brennt das Feuer der Intrigen lichterloh – und jeder, der kann, sollte sich in Sicherheit bringen. Mir scheint, dass dann ein Intrigespiel zu einer Schachpartie wird, die ausgekügelter nicht sein könnte. Anwesende werden sofort zu Schachfiguren mutiert und manipuliert, zum einzigen Zwecke die Gegnerin matt zu setzen.


Die Vernier spricht: Bei dieser Kategorie Frau ist jede Hilfe von anderen nutzlos, einzig die Betroffene muss sich selbst helfen, sonst kommt sie aus diesem Loch der Lebensstimmung nicht mehr raus.

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Published by Vivienne Vernier - in [Die Frauen]
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Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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