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3. Mai 2013 5 03 /05 /Mai /2013 13:27

seerosenwerfen-Kopie-1.jpgWenn Sonnenblumenkerne zirpende Libellen und fliegende Hasen doch Enten sind. Wenn Schildkröten auf Bäumen leben. Wenn Anaïs Nin als Leadsängerin einer elegischen Band das Wiener Kaffeehaus zur Jahrhundertwende rockt. Wenn Archimedes an der Bar sein Bier trinkt. Und wenn der Kelch als Quelle des Champagners Rinnsal kieselt und eine gleitende Spiralenspur um den gläsigen Stiel schneckelt. Wenn ein jeder Augenblick in der Sprungschanze der verzworgelten Wurzeln von moosbedeckten Riesen wiegt, hinein in die unbegrenzte Möglichkeit rutscht. Wenn Pfaue Skulpturen meisseln und Gesteine den Atem des Nebels hauchen. Wenn purene Murmeln durch Gewässer schaukeln und wenn die Dusche Knöpfe regnet. Wenn Bücher Hüte tragen und wenn Fische zum Tee laden. Wenn die Verbindung von Zunge und Hals zum schwimmenden Schwan der plantschenden Teppiche wird.
Wenn Himmel und Erde nur noch Nuancen sind. Und wenn Aristoteles mit Leonard Cohen Hirte mit Keramik im Kerzenschein spielt. Wenn Empathie nicht mit zwei, sondern mit einem Bein Karawane fährt. Wenn Gräser Sänger und Kräuter Arien spielen; wenn Mandolinen Ateliers sind und Stufen in Spagate fallen. Wenn Vögel Schiffskapitäne und Fledermäuse die Zunft der Barden sind. Wenn die Entscheidung eines jeden Tages die Harmonisierung zwischen senkrechter und waagrechter Strömung balanciert. Und wenn Zeit bei melodischen Rhythmen aus der Uhr fliesst, befreit naturheraus, schwimmen Gedächtnis und Intuition fröhlich glucksend mit.

Die Vernier spricht:
"Und dann versiegelt Phantasie flüssige Tinte im Meer der  holzenen Blumen und im Wind der lichternen Blüten. Und ich werfe die stille Post geflascht in des Moores Tümpel."

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Published by Vivienne Vernier - in Artikel
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Kommentare

Wortlieb 05/03/2013 15:51


Welch blumig-landschaftliches Stimmungsbild Sie hier erschaffen, werte Vivienne!


Ich verneige mich.

Vivienne Vernier 07/11/2013 18:34



Kommen Sie, wir geniessen!



Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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