Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
20. April 2010 2 20 /04 /April /2010 21:04

 

spiegelWie komme ich zu einem Zielort? Bin ich mit jedem Zielort zufrieden oder nur mit meinem Aktuellen? Schlage ich den direkten Weg ein oder geniesse ich einen Umweg? Wie weit ist mir die Zeit bewusst? Wie wertvoll schätze ich sie ein? Plagt mich das schlechte Gewissen, wenn ich meine Zeit vertrödle? Verkaufe ich meine Zeit zu einem angemessenen Preis? Empfinde ich meine Arbeit als Verdingtheit oder wage ich mich an die grosse Arbeit heran? Glaube ich daran, dass Verdingtheit zur Selbstentfremdung führt, bzw. die grosse Arbeit zu Selbstfindung?  Wie weit kann ich meine Zeit noch selbst gestalten? Brauche ich einen Terminkalender, der mir meine Prioritäten bestimmt? Wie viel Zeit stiehlt mir der ständige Blick in die Agenda? Sind mir ausser dem gregorianischen Kalender noch andere bekannt? Ist die Realität ein Sinnbild meines Willens und meiner Vorstellung? Wovon nährt sich die Rastlosigkeit? Löscht der Tod die Individualität aus? Träume ich für mich allein? Hat die Bildung meiner Vernunft neue Mankos geöffnet? Liefert die Vernunft immer Erkenntnisse oder verführt sie auch zu Spekulationen? Aus welchen Blickwinkeln betrachte ich die Effizienz der Welt? Wie steht es um mein Verhältnis zu Tradition und Moderne? Wie viel und was kann ich überhaupt erkennen? Schaffe ich den Perspektivenwechsel spielend?

Bleibt die Wahrheit relativ oder ist sie fassbar? Besuche ich lieber Theatervorstellungen oder gehe ich in die Oper? Entsprechen neue Interpretationen alter Stücke meinem Geschmack oder ist mir die Beiwohnung eines solchen Spektakels ein Gräuel? Unterstütze ich jeden kommenden Trend oder bleibe ich mit meinen Ansprüchen dem gegenüber skeptisch? Ist meine Denkstruktur eine konsequente Gerade oder schlägt sie wogenartige Wellen? Finde ich alleine meinen Trost oder suche ich ihn im Untertauchen zwischen zahlreichen anderen Schicksalen? Habe ich mich je einem anderen Menschen vollumfänglich und schonungslos anvertraut? Trage ich viele Geheimnisse bewusst mit mir mit? Kann ich mich allein einem allgemeinen Konsens entgegenstellen? Kann ich das wirklich? Triumphiert mein Wille über meine Gene? Wieweit glaube ich daran, dass die Selbstbestimmung neurologischen Grenzen folgt? Gefallen mir die Schnittmengen der Wissenschaften oder bezweifle ich sie? Welche Eigenschaften habe ich mir aus der Kindlichkeit bewahren können? Wie viele Enttäuschungen verkrafte ich ohne meine Wesenszüge zu vergraben? Wie viele Enttäuschungen ertrage ich ohne meinen Weg zu verlassen? Wann feiert die Verzeihung ihren Höhepunkt? Lasse ich mich von Ängsten führen oder vertraue ich auf Vorurteile? Kann ich mir selbst gegenüber komplett ehrlich sein oder biegen Wünsche und Gefühle meine Ehrlichkeit zurecht? Warum nicht? Ist die Wahrheit eine Paradoxie? Ist die Weisheit wirklich ein Kind der Einsamkeit? Nimmt die Zivilcourage ab, wenn der Wohlstand steigt? Hängt die Zivilcourage mit übersteigerter Angst, bzw. Furcht zusammen oder doch eher mit mangelndem Mut oder Tapferkeit? Wo liegt der Unterschied zwischen Angst und Furcht bzw. Mut und Tapferkeit? Ist Tapferkeit ohne Gehorsam eine Tugend? Gehören zu den klassischen Tugenden wie Gerechtigkeit, Tapferkeit, Weisheit und Masshalten noch andere dazu?

Warum gilt das Ypsilon als der philosophische Buchstabe? Welche Strategie führt bei gegebenen Spielregeln zum Gewinn? Was ist eigentlich ein Spiel? Wer bestimmt die Regeln? Warum und worum spielen wir eigentlich?

 

Die Vernier fragt: „Besteht zwischen Fahrstühlen oder Wartezimmern und dem Wetter derselbe Zusammenhang wie zwischen Fragen und Standortbestimmung oder Selbstfindung?“

Diesen Post teilen

Repost 0
Published by Vivienne Vernier - in Artikel
Kommentiere diesen Post

Kommentare

Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

portraitaugeblog3.jpg
Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

      vernier_micro.png

 feed-Kopie-1.png  twitter-Kopie-1.png  facebook-Kopie-1.png

Besucherzaehler