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11. September 2011 7 11 /09 /September /2011 16:16

Über den meisterlichen Komponisten von 'La Bohème', 'Manon Lescaut' und 'La Tosca', den Maestro Giacomo Puccini, kann sich einerseits ein realistisches Bildnis durch seine Biographie, anderseits aber auch durch seine erschaffene Musik abzeichnen lassen.

 

Das puccinische Gemälde in meiner persönlichen Galerie ist voluminös, in warmen Ölfarben gehalten, mit schnellgezogenen Pinselstrichen signiert. In der linken Flanke thront über der stürmischen See, ein kleegräsiges Plateau, das Atelier Giacomos, offenbart horzizontlos die aufsteigende Kraft schäumenden Wassers über grimmige Felsfalten. Die zierlichen Füsse des Schreibtisches ankern schaukelnd in der Mitte des Bildes. Und verweisen den Blick des Betrachters auf das rechtsliegende, collagierte Ornament eines Lustgartens. Unter einer alten Linde parkt eine Sportkutsche, an einer einfachen, aber burlesquen Tafel sitzen Künstler, Intellektuelle und ein Mäzen mit Wein, Weib und einem Gesang zusammen. Puccini selbst zeigt sich auf seinem Spaziergang durch das Bild nicht. Er ist aber bemerkbar. Mit einem Streicheln über Gräser. Mit einem Rascheln in den Baumwipfeln und einem Wogen in den Kronen. Mit einem Monokel, das um die Hecke linst. Mit Abdrücken seines Gehstockes in der weiten Ebene. Mit dem geschwungenen Hut im fliessendem Wind – aufgelöst in Küssen der Musen und seiner Musse selbst.

 

Die Tiefe seines Könnens triumphiert in der Oper 'La Tosca'. Leise tanzen harmonische Töne an unser Ohr, schwärmen von der idyllischen Liebe zwischen der Primadonna Floria Tosca und dem Maler Mario Cavaradossi. Mars - der unerschütterliche Tenor - und Venus - die treu liebende Sopranistin - wiegen in der Glückseligkeit der gemeinsamen Liebe.


 

Die Vernier spricht:

"Eine Ode an den Odem des Lebens und an den Hauch des Todes. Eine wärmende Sonne für die Liebenden und einen Mond für die Verliebten. Aber auch - spätestens seit Toscanini - eine Eloge an die Freundschaft und Verbundenheit. Nachdem die von Puccini unvollendete Oper schliesslich doch posthum durch den Dirigenten Toscanini uraufgeführt wurde, legte dieser den Taktstock beiseite mit den Worten: "Das Werk ist vollendet!" Es sollte sein letztes Konzert sein. Eine Freundschaft bis zum Tod - und darüber hinaus."

 


 

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Published by Vivienne Vernier - in Musik
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Kommentare

SauerkrautSabine 09/13/2011 11:09



WUNDERSCHÖN GESCHRIEBEN ZU WUNDERSCHÖN GESUNGEN



Vivienne Vernier 09/16/2011 16:05



...und nicht zuletzt: WUNDERSCHÖN KOMMENTIERT



Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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