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7. November 2009 6 07 /11 /November /2009 22:58

-  Aus der Reihe  -

[Die Frauen]

 

Das flugungeübte Vögelchen nenne ich den Frauentypus, der sehr unsicher und suchend ist – und wartend. Vielleicht wartend auf einen Ritter auf dem Schimmel, der diese Frau mit seinem Kuss wecken wird, ihr damit die ganze Selbstsicherheit schenkt, welche sie dringend braucht, um zu wissen, was sie will, wie sie es bekommt und wer sie eigentlich ist. Ergo kann sie nur durch diesen ominösen Prinzen in die weite Welt hinausfliegen. Doch noch ist kein Ritter in Sicht und schon gar kein Prinz...und dieser Typus Frau muss ihren Weg selbst finden.


Sie ist unsicher, konzentriert ihre Aufmerksamkeit auf die anderen und merkt sofort, wenn jemand sie oder eine ihrer Handlungen als negativ empfindet. Dann wird sie wieder ganz still und leise. Zieht sich zurück und frönt ihre Komplexe. Jedoch ist das sehr ungesund und deshalb macht sie sich wieder auf die Suche. Wonach weiss sie hingegen immer noch nicht - Hauptsache, sie findet einen Strohhalm und kann sich dann wieder auf eine neue Fährte aufmachen. Durch diese Unschlüssigkeit ist sie sehr schwer zu verstehen oder nachzuvollziehen. Sie prescht unvermittelt nach Vorne und zuckt wieder zurück, schlägt Hacken und wartet mit einem Repertoire von Ausweichtaktiken auf. Ihre Unsicherheit kann sie auf verschiedenste Arten kaschieren. Sie kann sich unauffällig wie eine Maus geben oder dann gleich stolz und extravagant wie ein Pfau sein.


Diese Art Frau ist zweischneidig; einerseits kann sie viel Verständnis aufzeigen, liebevoll und angenehm sein. Durch ihre Beobachtungsgabe kann sie Behaglichkeit und Gemütlichkeit schenken – weil sie eben sieht, was andere brauchen.


Anderseits kann sie aus niederen Instinkten sehr böswillig werden. Attacken ihrerseits sind dann immer hinterlistig – für einen offensiven Angriff reicht ihr Mut nicht aus. Lernt dieser Typus Frau das Fliegen nicht, schliesst sie sich unter Umständen den Hyänen an. Wagt sie aber den Sprung in die Lüfte, ist sehr viel von ihr zu erwarten. Sie ist dann immer für eine gute Überraschung bereit. Sie konnte ihre unendlich erscheinende Suche verkürzen und Zufriedenheit in dem finden, was sie entdeckt und durchdrungen hat: Nämlich ihre Pesönlichkeit. Sie ist am Ziel angekommen und bleibt ihrem Weg treu und loyal ergeben.


Ihre Gesellschaft ist dann nicht mehr nur zweckmässig oder auslaugend - sie erscheint auch nicht mehr wie eine lästige Fessel um den Knöchel. Im Gegenteil, dieser Typus Frau wird eine wahre Freude, in deren Gesellschaft man sich gerne begibt und man sich dabei so frei fühlt, wie sich ein flügge gewordener Mauersegler fühlt, der endlich fliegend durch die Lüfte schwebt.


Die Vernier spricht: „Frau, sei dir selbst genug und entscheide dich!“


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Published by Vivienne Vernier - in [Die Frauen]
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Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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