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Angélique

Beginnen möchte ich, durch meine französische Verbundenheit, mit ANGELIQUE!

Wer gerne historische Fakten mit einnehmender Unterhaltung geniesst, sollte sich der in den 60er Jahren grossen Bestsellerreihe widmen. Sie umfasst ca. 13 dicke Bände und wird Ihnen garantiert zu schnell ausgelsen sein.
Angelique findet sich gleich zu Beginn in einer arrangierten Ehe mit einem toulousischen Adligen wieder. Natürlich wird sie dadurch das gesellschaftliche Leben am sagenhaften Hof von Louis XIV, oder besser bekannt als le roi soleil (der Staat bin ich) wahrnehmen. Die üblichen Gepflogenheiten - wie Giftmord, Verschwörungen, missbräuchliche Machteinsetzung des Klerus, oder Verherrlichungen des Königs - die damals herrschten, wird der Leser zusammen mit Angélique schnell kennenlernen.
Da Angelique eine mutige Frau war, reicht bei der Handlung selbstverständlich nicht nur die Beschreibung der Sonnenseite des Lebens, sondern es kommt zum Millieuwechsel in die Verbrecherwelt , die Bürgerlichkeit, es kommt zu Angeliques Rehabilitierung durch Arbeit, zum Wiederaufstieg in den 2. Stand. Sie erlebt die kirchliche Spaltung mit, sie reist, lernt das Abendland kennen und wandert nach Quebec aus. Man bekommt so die Umstände der ersten Siedler in Amerika mit. Und vieles, vieles mehr!

Wie zu Beginn gesagt, vieles gründet auf wahren Fakten (sogar die Reihenfolge der Mätressen des Königs), die Phantasie Golon's ist in Form der absoluten Liebesgeschichte dabei.

Die Autorin:
Anne Golon selbst führte ein abenteuerliches Leben. Als Tochter eines Marineoffiziers heiratete sie den jungen Mineningenieur Serge Golon, Sohn eines zaristischen Diplomaten. Zusammen reisten sie durch die Welt, vorwiegend in Afrika und Asien. Dabei verloren sie später durch diverse politische Entwicklungen in ihren Gastländern das gesamte Vermögen. Kehrten nach Frankreich zurück und sie begann wieder zu schreiben; Angelique - was ein Welterfolg und mindestens in 16 Sprachen übersetzt wurde. Ihr Mann Serge assistierte ihr mit historischen Nachforschungen.

Hacken an diesem Tip:
die Bücher müssen in Antiquariaten gesucht und zusammengetragen werden, da sie längst vergriffen sind.

Warnung zu diesem Tip:
Die ca. ersten 5 Bände wurden zusammengefasst und verfilmt. Diese drei Filme sind schrecklich und verzerrt. Die Filme haben überhaupt nichts mit den Büchern gemeinsam.

Zum Buch:
Anne Golon "Angelique", erschienen im Blanvalet-Verlag, München


Lesen Sie weiter: Erogene Zone

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Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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