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Erogene Zone von Philippe Djian

Erogene Zone ist eigentlich der zweite Band einer Triologie. Betty Blue war das erste, Verraten und Verkauft das dritte Buch. Jedes aber lässt sich unabhängig von den anderen lesen.
Ein ziemlich anspruchsloser Mann, sozusagen ein Antiheld ist der Protagonist. Er schreibt in seiner Freizeit, lernt Betty Blue kennen und eine amour fou par excellence beginnt. Am Schluss ist alles zu ende, aber er konnte sein Buch veröffentlichen.

Erogene Zone erzählt die neue Ära des antiheldischen Protagonisten, im selben Stil und selben rasanten Tempo.

Betty Blue las ich in einem Zug durch, in der Erwartung, dass endlich etwas passiere. Das Buch war zu Ende, ich sass fassungslos da, und dachte der grosse Plot ist ja nicht gekommen, rekonstruierte das Gelesene nochmals und verlor danach endgültig die Fassung; denn es spielte sich soviel ab, und aus lauter Bannung bemerkte ich rein gar nichts. Etwa so, wie wenn man eine ausgezeichnete Flasche Alkohol trinkt, nichts spürt und nach einigen Stunden merkt, dass die Flasche zwar leer ist, aber man immer noch nichts von Betrunkenheit verspürt. Die Gesprächspartner einem am nächsten Tag aber sagen, dass es ein schöner Abend war - gestern, und dass sie völlig von der mir gezeigten Ausgelassenheit fasziniert waren.

So etwa lesen sich die jungen Werke von Philippe Djian. Ich erwähne die neueren Werke von ihm nicht, da mir an seiner kürzlich letzten Lesung die Lust seine Bücher zu lesen gründlich vergangen ist.

PS. Bukowski's 'Der Mann mit der Ledertasche' kam mir bei Betty Blue zeitweise vor Augen, und die unbeantwortete Frage steht immer noch offen: 'Hatte Djian zeitgleich zum Schreiben wohl Bukowski neben sich?'

Zum Buch:
Philippe Djian "Erogene Zone" erschien im "Diogenes"-Verlag.



Lesen Sie weiter: Es gibt keinen Neuschnee

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Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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