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On the Road

Leider sind die Beatniks nicht so bekannt, wie ich es mir wünschen würde, denn nur grosser Ruhm würde ihnen zustehen. Die Aushängeschilder der Beat-Poeten William S. Burroughs, Allen Ginsberg und Jack Kerouac hörten Jazz, kamen sogar parallel mit ihm in Mode.
Ihr Leben bestand aus Schreiben, Trinken, Drogenexzessen, Skandalen, Jazzen, Reisen, Grenzen überschreiten und Leben.
Für ihre Veröffentlichungen mussten sie kämpfen. Es dauerte Jahre bis Allen Ginsberg sein Epos Howl drucken durfte, er und sein Verleger Ferlinghetti fochten unzählige Gerichtsprozesse aus. Ihr Sieg aber brach den Damm und  zog auch die restlichen Manuskripte aus den Schubladen in die Verkaufsregale.
Die Werke der Beatniks lassen sich wie Musik hören, Worte wandeln sich in flüssige Noten um und ihr Lebenshunger springt auf den Leser über, der dann nur noch mehr will.

On the road ist die Biographie all derer. Es zeichnet wunderbar die Lebensläufe auf und lässt dadurch die Werke der Beats besser und tiefer verstehen. Denn die Bücher der Beats sind das pure Leben extravaganter Aussenseiter.

Hans-Christian Kirsch hat genau rechechiert, schreibt aber die Tatsachen nicht so langweilig wie manch Literaturlehrer es handhaben würde auf. Dieser Unterricht  hier ist farbig, blumig und spannend.

Mein Tip: Gönnen Sie sich eine CD-Box mit der Originalaufnahme von Kerouac's on the road mit Charlie Parker, fahren Sie danach mit Gingsberg's Howl ebenfalls in  musikalischer Begleitung fort und enden Sie mit Burroughs Naked Lunch (wenn da das Lesen zu anstrengend ist, existiert auch ein Film davon.)

Zum Buch:
Hans-Christian Kirsch "On the Road" erschien im List-Verlag.


Lesen Sie weiter: Angélique

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Die Vernier spricht

...über ihre Causerien!

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Cau|se|rie; [kozəˈriː]; lat.'causa' „Ursache“; frz.'causer' „plaudern“ ist eine unterhaltsame, gebildete Plauderei in literarischer oder geselliger Gestalt. Zumeist handelt es sich um kurze, informelle essayistische Arbeiten und Vorträge. In der Schweiz, in Frankreich und Großbritannien ist der Begriff sehr gebräuchlich für informelle Gesprächskreise. Das reicht von Vernissagen, Soirées, Literaturkreisen, bis hin zu Musik-Sessions, die Jazz-Causerie genannt werden. Eine alltägliche Begebenheit kann mit scharfer Beobachtungsgabe an Brisanz gewinnen. Interessant wird es jedoch erst, wenn der gegenwärtigen Scharfsicht auch noch eine Prise Phantasie hinzugefügt worden ist – schliesslich sind Paradoxa die Grundsteine des menschlichen Lebens! Sodann wird das grosse Finale in bildreicher Sprache serviert. Und deshalb hört man zu, wenn die Vernier spricht!

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